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Aktuelle Ausgabe — 2026/03
Heizen und Kühlen
Interview
«Fokus verschiebt sich auf graue Emissionen»
Plusenergiehäuser sollten einst die Energiewende im Gebäudebereich vorantreiben. Heute legt man grösseren Wert auf neue Klimastandards und die Reduktion der Treibhausgasemissionen. Umweltingenieur Daniel Kellenberger erklärt, warum das Konzept dennoch Potenzial hat – und wo seine Grenzen liegen.
Gebäudetechnik
Heisses Eis
Das Genossenschaftsquartier Zentrale Pratteln wird künftig von einem riesigen Eisspeicher mit Wärme und Kälte versorgt. Das nachhaltige System ist für Wohnhäuser unterschiedlicher Grössen geeignet und hat viel Potenzial.
Geocooling – praktisch und effizient
Rund 80 Prozent der neu installierten Heizsysteme in der Schweiz sind Wärmepumpen. Damit bekommt man auch gleich ein Kühlsystem fast frei Haus – denn das Prinzip der Wärmepumpe lässt sich im Sommer umkehren. Das sogenannte Geocooling mittels Erdwärmesonden sorgt für effiziente und angenehme Kühleffekte.
Alles Gute kommt von oben
Mit Geocooling lassen sich Wohnungen im Sommer ökologisch und effizient kühlen. Das funktioniert auch mit Deckenheizungen – und zwar noch besser als mit Fussbodensystemen. Deckenheizungen sind wenig verbreitet, aber eine valable Option.
Wenn die Fassade heizt und kühlt
In Wien erprobt ein Pilotprojekt neue Wege, um Häuser aus den 1950er- und 1960er-Jahren minimalinvasiv energetisch zu sanieren. Dabei wird die Fassade für die Gebäudetemperierung genutzt und so zum Heiz- und Kühlsystem. Die Resultate sind vielversprechend, auch wenn sich das System nicht für alle Häuser eignet.
Zuerst optimieren, dann ersetzen
Wärmepumpen lösen immer häufiger Öl- oder Gasheizungen ab. Meist werden sie allerdings überdimensioniert geplant. Das erhöht die Investitionskosten und reduziert die Effizienz. Es lohnt sich deshalb, Anlagen mit intelligenten Ventilen zu optimieren, bevor man die Heizung ersetzt. Das zeigt eine Studie auch für zwei Genossenschaftssiedlungen in Zürich.
Genossenschaften
Internationale Rezepte für mehr Gemeinnützige
Spielen gesetzliche Rahmenbedingungen, Finanzierungsinstrumente und gesellschaftlicher Wille zusammen, gedeiht der gemeinnützige Wohnungsbau. Das zeigen inspirierende Beispiele aus Dänemark, Österreich und dem ehemaligen Jugoslawien, die an einer Vortragsreihe in Basel vorgestellt wurden.
Recht
Von der Duldungsvollmacht zur Vollmacht?
Wer darf die Kündigung eines Mietvertrags unterschreiben? Bestehen keine klaren Unterschriftenregelungen, kann eine Kündigung unwirksam sein.
Vorschau
Das nächste WOHNEN mit dem Schwerpunktthema «Aussenraum/Alter» erscheint am 18. August. Inserateschluss ist am 18. Juni. Die Themen:
- Möblierung von Aufenthaltsplätzen in Siedlungen
- Umgestaltung von Aussenräumen
- Neue Alterswohnprojekte
- Beilage Wohnenextra «Wohnen und Lebensqualität»
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Archiv
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